Den Burglengenfelder Museumsverein zog es nach Kallmünz

Station der Ausflugsreihe „… und das Gute liegt so nah“

BURGLENGENFELD/KALLMÜNZ (sr). „… und das Gute liegt so nah.“ Die Ausflugsreihe unter diesem Motto führte die Mitglieder des Freundeskreises des Oberpfälzer Volkskundemuseums diesmal nach Kallmünz. Bei schönstem Wetter führte Josef Schmid die Gruppe durch die „Perle der Oberpfalz“, wo sich seit jeher Kunst und Künstler*innen einfinden und dem Ort ein besonderes Flair verleihen.

Josef Schmid mit Mitgliedern der Ausflugsgruppe des Burglengenfelder Museumsvereins. (Bild: Thomas Weis)

Josef Schmid, selbst Künstler und Galerist mit Gemeinschaftsatelier in der „Galerie an der Brücke“ gab gezielt Einblicke in die künstlerische und kunsthistorische Geschichte von Kallmünz. Dabei spannte er einen weiten Bogen der Künstlergenerationen vor Ort, zu denen Anfang des 20. Jahrhunderts Wassili Kandinsky gehörte, der häufig als Schöpfer des ersten abstrakten Bildes bezeichnet wird. Kaum weniger bekannt ist seine Lebensgefährtin Gabriele Münter, die ebenfalls der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ angehörte.

Der erste der Maler, die nach Kallmünz kamen, war Professor Charles Johann Palmié, der 1901 im neu eröffneten und von ihm als „Zur Roten Amsel“ benannten Gasthof seine Sommerbleibe fand. „Besonders beeindruckend in Kallmünz ist die Präsenz zahlreicher Künstler aus der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht und noch heute zu spüren ist,“ fasste Freundeskreis-Vorsitzender Thomas Weis die Eindrücke der Ausflugsgruppe zusammen.

Eine zweite, entscheidende Rolle bei der Ortsentwicklung nahmen und nehmen die diversen Hochwasser ein – auch dieser Aspekt wurde bei der Führung von Josef Schmid an einzelnen Beispielen erläutert. Seit Jahrhunderten prägen die Überschwemmungen Kallmünz und seine Menschen, die gelernt haben, damit zu leben.

„…und das Gute liegt so nah“ – das galt schließlich auch für den Abschluss des Ausflugs. Denn der führte die Gruppe in die „Kulturschmiede“, wo Gastronomie, Kreativität, Kultur und lebendige Kunst in besonderer Weise eine Verbindung eingehen.