Das Quo vadis Pithiviers – Förderverein in Burglengenfeld ???

Es begann 1978. Überall in Burglengenfeld herrschte große Euphorie. So im Gymnasium, wo der rührige Gerhard Heller alles in Bewegung setzte. Aber, auch in der Stadt Burglengenfeld gelang es ihm mit dem damaligen 1. Bürgermeister Stefan Bawidamann, dem 2. Bürgermeister Aschenbrenner und dem rührigen 3. Bürgermeister Heinrich Waldhier, neue Interessenten für seine Idee einer „Partnerschaft“ zu gewinnen. Auch die Tageszeitung, damals noch mit dem Original, dem Lokalreporter Konstantin Lochner, rührte eifrig die Werbetrommel für eine Partnerschaft mit einer französischen Stadt. Und viele Burglengenfelder Bürger waren auch aufgeschlossen gegenüber einer möglichen, irgendwie gearteten Partnerschaft mit einer französischen Kommune.

Der Gymnasiallehrer Gerhard Heller hatte Erfolg. Er, der fließend französisch sprechende Kontaktmann, knüpfte wohl schon damals Kontakte mit den Schulen und auch der Stadt Pithiviers. Diese Kontaktpflege des Gerhard Heller hatte auch in Burglengenfeld bei der Stadt und ihren Bürgerinnen und ihren Bürgern Erfolg. Er konnte also im damaligen Stadtrat wie auch bei den Bürgern viele Interessenten für eine Partnerschaft und für einen Partnerschaftsverein zu gewinnen. Und auch in Pithiviers bildete sich bereits ein Partnerverein für eine Partnerschaft mit Burglengenfeld.

1. Vorsitzender des Vereins in Burglengenfeld wurde der 2. Bürgermeister Aschenbrenner, dem im Amt bald der sehr umtriebige 3. Bürgermeister Heinrich Waldhier folgte. Ihm folgte im Amt dann der langjährige, sehr fleißige Georg Tretter, der sein Amt fast bis zu seinem Tode, unterstützt von seiner Frau Erika über Jahrzehnte hinweg, ausübte. Jetziger 1. Vorstand des Vereins ist Ernst Singer, dessen Eltern bereits eifrig bei der Führung des Vereins mitwirkten. Es folgten im Laufe der Vereinsgeschichte viele erfolgreiche wechselseitige Besuche von Delegationen in Pithiviers und in Burglengenfeld unter Austausch auch von Partnerschaftsurkunden.

All dies änderte aber nichts an einer neuerdings rückläufigen Entwicklung des Vereins in Burglengenfeld mit Schwierigkeiten bei der Besetzung von Vereinsposten. So wurde beim Burglengenfelder Verein bei anhaltenden Schwierigkeiten auch schon die Möglichkeit einer Vereinsauflösung besprochen. Eine Möglichkeit, die auf keinen Fall Wirklichkeit werden darf! Ist doch die deutsch-französische Freundschaft und ihre aktuelle Fortentwicklung nach wie vor von höchster Wichtigkeit und sollte auf jeden Fall auf allen Ebenen fortgesetzt werden. Nur so kann ein vereintes Europa auch eine echte Zukunft haben. Eine echte Verständigung sollte von unten her wachsen und mit Leben erfüllt werden. Nur daraus entwickeln sich neue Chancen im Zusammenwachsen in unserer gemeinsamen Heimat Europa. Und das geht uns alle an! Und dieser Entwicklung sollte sich auch keiner verweigern! So auch bei einer guten Entwicklung unseres Partnerschaftsvereins in Burglengenfeld.

    Übernehmen wir also die brach liegenden Vereinsämter und arbeiten aktiv mit in diesem Verein. Wir sollten uns nicht fragen, was der Verein für uns tun kann, sondern was wir für den Verein tun können? Wir haben in Burglengenfeld einen neuen aktiven Bürgermeister, der wohl auch mit nach Pithiviers fahren sollte und dort aktiv neue Beziehungen knüpfen sollte. Neue Besen kehren bekanntlich gut! Und warum sollte es dem neuen 1. Bürgermeister Antretter nicht gelingen, die Bemühungen seiner Vorgänger im Amt, aktiv neu zu beleben und das auch bei den Partnerschaftsvereinen. Eine gute Zukunft auch bei den Vereinen wird es ihm danken!

    Es grüßet sackrisch euch alle,
    euer Bönedückt Hannückl