Droht dem mit viel Vorschusslorbeeren vom Bezirk Oberpfalz und der Stadt Burglengenfeld geschaffenen, überaus bedeutenden „Oberpfälzer Volkskundemuseum“ wegen eines provinziellen Politiker-Diskurses über geldliche Verantwortlichkeiten nun gar eine Herabstufung zum schlichten Heimatmuseum oder gar zu einem alltäglichen Bauernmuseum? All das wurde nach dem Weggang der bisherigen wissenschaftlichen Leiterin hin zum bezirklichen Arbeitgeber in Neusath-Perschen in Frage gestellt. Dadurch ist nun eine wissenschaftliche Leitung für das bisherige OV in Burglengenfeld nicht mehr gegeben. Da stellt sich wohl auch die frevelhafte Frage, ob vielleicht die bisherige erfolgreiche Leiterin des OV gar vom Bezirk Oberpfalz hin nach Neusath-Perschen vielleicht „abgeworben“ wurde? Aber das wäre doch in Wirklichkeit kaum glaubhaft. ODER?
Aber, es gehören doch fast alle Exponate im OV in Burglen-genfeld dem Bezirk Oberpfalz. Der Bezirk Oberpfalz hat sie einstmals aus dem Sammel-surium des Erwin Heindl aufgekauft und ist dann mit dem damaligen Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer, der bei bei der Zielrichtung des künftigen Volkskundemuseums überaus tätig war und bei den Erfordernissen einer wissenschaftlichen Leitung für das Museum auch maßgeblich mit tätig war. So wurde aus einem bisherigen Sammelsurium unter der ersten wissenschaftlichen Leiterin, der Dr. Margit Berwing, ein überaus anerkanntes Oberpfälzer Volkskundemuseum in Burglengenfeld geschaffen. Schon wegen dieser geschichtlichen Gegebenheiten und Verantwortlichkeiten und auch der Besitzverhältnisse bei den Exponaten hat der Bezirk Oberpfalz eine ganz besondere Verantwortung für den ungeschmälerten Fortbestand des OV in Burglengenfeld. Das meint auch der damalige erste Geschäftsführer des Museumsvereins in Burglengenfeld, Franz Joseph Vohburger.
Da würde es sich doch anbieten, dass der bisherigen erfolgreichen Leiterin des Museums, für deren Weggang der Bezirk Oberpfalz wohl maßgeblich mit verantwortlich ist, vom Bezirk zusätzliche Aufgaben übertragen werden. So könnte vom Bezirk die wissenschaftliche Mitarbeiterin nebenamtlich und kostenfrei für das OV in Burglengenfeld abgestellt werden. Dann hätte das OV wieder eine erforderliche wissenschaftliche Leitung und der Bezirk käme der Namensgebung „Oberpfälzer Volkskundemuseum“ wohl mal näher und würde ihr dadurch auch wesentlich gerechter als bisher. ODER?
Über die anfallenden finanziellen Erfordernisse würden sich die Stadt Burglengenfeld unter den neuen Voraussetzungen wohl auch mit dem Bezirk noch einigen können, möchte man im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wohl meinen. Es wurde auch noch eine andere Lösung für das Problem „Volkskundemuseum“ mit angesprochen. Und zwar die etwas unwahrscheinliche Mitwirkung der Nachbarstädte von Burglendenfeld und zwar von Teublitz und Maxhütte-Haidhof. Hier kann man nur das Beispiel bei einer einstmals angedachten Beteiligung dieser beiden Städte beim Bulmare heranziehen. Beide Städte hielten sich damals vornehm und ablehnend zurück. Dies kann man so wohl auch beim Volkskundemuseum erwarten. Ein Schelm ist, wer da wohl was anderes denkt oder sagt. ODER?
Außerdem will ja auch die Stadt Teublitz ein wohl sehr teuer kommendes, naturschutzrechtlich höchst umstrittenes Gewerbegebiet auf Biegen und Brechen verwirklichen. Eine wohl absolute Herzensangelegenheit für den dortigen Bürgermeister. ODER?
Und der ebenfalls angedachte „Museums-Manager“, der kann wohl nur als humoristische Einlage der ganz besonderen Art gewertet werden. ODER?
Mit sackrischen Grüßen
Euer Bönedückt Hannückl
