Oberpfälzer Parforcehornbläser haben Grund zum Feiern

Zum 13. Mal zum Bayerischen Landessieger gekürt

BURGLENGENFELD/REGENSBURG (sr). Eine einzigartige Erfolgsgeschichte schrieben die Oberpfälzer Parforcehornbläser mit einem weiteren Sieg beim Landesbläserwettbewerb des Bayerischen Jagdverbands e. V. (BJV) in Regensburg Mitte Juni. Sie verteidigten damit ihren Spitzenplatz. Am Ende feierten sie eine doppelte Auszeichnung.

Hubert Bäuml (2.v.l.) freute sich mit MdL Alexander Flierl, BJV-Präsident Hubert Stärker und Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Foto: Wenisch

Zum 32. Mal veranstaltete der Bayerische Jagdverband den Landesbläserwettbewerb mit rund 700 Jagdhornbläsern aus Bayern und Österreich. 49 Gruppen traten an – so viele, wie noch nie, heißt es von der Organisation. Dabei verteidigte das Spitzenensemble aus Burglengenfeld ein weiteres Mal den Titel des Landessiegers in der Königsklasse der ES-Parforcehörner zum 13. Mal. Hubert Bäuml aus Regensburg ist der musikalische Leiter des Ensembles. Bei neun der dreizehn Siege führte er die Gruppe an, eine Leistung, die kein weiteres Mal auf Bundes- oder Landesebene in der Jagdhornbläserhistorie zu finden sei, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ambitionierte Laien als Kulturbotschafter unterwegs

„Wir sind Laien, aber ambitioniert mit enorm viel Herzblut und Fleiß“, erklärte der erfolgreiche Hornmeister Bäuml. Kaum eine wöchentliche Probe, die nicht vollzählig besucht werde. Die Bläser kommen aus der gesamten Oberpfalz zusammen – von Neumarkt bis Trausnitz, von Waldsassen bis Regensburg – und haben ihren Sitz in Burglengenfeld. Mit 851 von 855 erzielbaren Punkten setzten sie sich nun im „quasi“ Heimspiel uneinholbar an die Spitze, die Freude darüber ist groß.

Vorsitzender Markus Bäuml ist stolz auf seine Bläserfreunde. Die Mannschaft – bestehend aus neun Männern und zwei Frauen – sei nicht nur fit bei Wettbewerben, sondern ist bei mehr als 30 Auftritten pro Jahr als Kulturbotschafter für Jagd, Umwelt und Natur unterwegs und unterstützt dabei oftmals einen guten Zweck. Vom Jungbläser bis zum Gründungsmitglied haben alle Freude an der Jagdmusik. Das nächste große Ziel stehe zwar noch nicht fest, allerdings gäbe es noch so einige nationale und internationale Titel, die sich die Gruppe bisher noch nicht erarbeitet habe.Der nächste Wettbewerb kommt bestimmt, schmunzelte der Vorstand.

Den Sieg beim Bläserwettbewerb krönte eine besondere Auszeichnung. Hubert Bäuml ist seit 1988 aktiver Jagdhornbläser und engagiert sich auch über die regionale Bläsergruppenleitung hinaus für das Jagdhornbläserwesen in Bayern. Seit über drei Jahrzehnten ist er im BJV anerkannt für seine Leistung.

Als Dank und Anerkennung zeichnete BJV-Präsident Hubert Stärker Bäuml mit dem silbernen Ehrenbruch des Landesjagdverbandes Bayern aus – der zweithöchsten Würdigung, die der Landesverband an verdiente Mitglieder vergeben kann.