Aktion Mensch fördert Tandem

REGENSBURG (sr). 20 000 Euro kostet ein Parallel-Tandem mit E-Antrieb und notwendiger Sonderausstattung, das der vkm Regensburg für Menschen mit Behinderung angeschafft hat. Mit dem Aktions-Förderangebot „Mobil mit Rad“ übernimmt Aktion Mensch die kompletten Kosten, berichtet vkm-Vorsitzende Christa Weiß.

Felix Zimmermann (Zweiter von links) weist in die Bedienung des Parallel-Tandems ein. Foto: Engelbert Weiß

Die Aktion Mensch strebt an, dass alle Menschen selbstbestimmt und ungehindert zu verschiedenen Orten gelangen können, informiert die Vorsitzende des Vereins für körper- und mehrfachbehinderte Menschen. „Mobilität ist für Menschen mit Behinderungen von entscheidender Bedeutung, um ihre Selbstbestimmung und Teilhabe an Arbeit, Bildung, Freizeit und sozialen Interaktionen zu verbessern“, heißt es in den Förderbestimmungen von Aktion Mensch. „Fahrräder können dazu beitragen, die Mobilität für Menschen mit Behinderungen zu verbessern und ihnen mehr Unabhängigkeit und Selbständigkeit zu ermöglichen.“

Bei der Auswahl und Ausstattung des Parallel-Tandems wurden Menschen mit Behinderung aktiv eingebunden, berichtet die vkm-Vorsitzende. So ist der schwer behinderte Felix mit seiner Mutter extra mit nach Treuchtlingen zu VanRaam gefahren, um die individuellen Anpassungen zu besprechen. Felix Zimmermann von bikezeit Neutraubling hat die Ausstattung für das Fahrrad dann zusammengestellt und das Rad, das sogar einen Rollstuhl mitnehmen kann, bestellt.

Bei einer Präsentation des neuen Tandems in der Wohnanlage W.I.R. Wohnen Inklusiv Regensburg in der Lore-Kullmer-Straße hat Zimmermann die umfangreiche Ausstattung erklärt und in die Nutzung des attraktiven Fahrzeugs eingeführt. Bewohner der inklusiven Wohnanlage, Betreuer von der offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe und Mitglieder des vkm Regensburg durften das Tandem dann auch gleich ausprobieren.

Vkm-Vorsitzende Weiß freut sich, dass „das Fortbewegungsmittel mit Event-Charakter“ so gut ankommt. „Wir fallen schon auf, wenn wir in die Stadt fahren“, berichten Jolina und Marlene vom Betreuungsdienst. Und die schwer geistig behinderte Teresa, die alleine nicht mit einem Fahrrad fahren kann, juchzt auf dem Beifahrersitz und strahlt vor Freude.

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