LANDKREIS SCHWANDORF (sr). Die SPD-Kreistagsfraktion hat Armin Schärtl und Michael Hitzek aus ihren Reihen verabschiedet. Bei einer kleinen Feierstunde in der Schlossgaststätte Kröblitz (Neunburg v. Wald) sagte Fraktionsvorsitzende Marianne Schieder: „Wir sind froh, dass ihr uns als Mitglieder des Stadtrats in Nabburg und Burglengenfeld erhalten bleibt und zählen weiter auf euren Rat und eure Expertise.“

Vor der Verabschiedung hatte die SPD die aktuelle Sonderausstellung „Stunde null – Neunburg 1945 | Hier. Damals. Wir.“ im Schwarzachtaler Heimatmuseum besichtigt.
Stolze 24 Jahre, von Mai 2002 bis April 2026, gehörte Armin Schärtl dem Kreistag an. Er engagierte sich zum Beispiel im Ausschuss für Schulen, Planung und Bau und übernahm Verantwortung im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Oberpfalz-Nord. Nicht zu vergessen: Von 2008 bis 2020 war Armin Schärtl Bürgermeister von Nabburg, dort ist er bei den Kommunalwahlen im März 2026 erneut in den Stadtrat gewählt worden.
Marianne Schieder zollte Schärtl Respekt und Anerkennung: „Lieber Armin, Kommunalpolitik heißt: Jeden Tag den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort stehen, konkrete Probleme vor Ort lösen, und auch manch unpopuläre Entscheidung verkünden und erklären. Dafür gibt es nicht immer Applaus. Aber wir alle schätzen sehr, dass du als aufrechter Sozialdemokrat stets Haltung gezeigt hast. Herzlichen Dank dafür!“
Michael Hitzek war von Mai 2020 bis April 2026 Mitglied des Kreistags sowie des Personalausschusses. Er hatte nach eigenen Angaben bei den Kommunalwahlen im März 2026 nicht mehr für den Kreistag kandidiert, um sich auf die Arbeit im Burglengenfelder Stadtrat zu konzentrieren.
Zu ihm sagte Marianne Schieder: „Lieber Michael, ich denke, mit deinem starken Ergebnis als Bürgermeisterkandidat 2020 in Burglengenfeld hast du den Grundstein dafür gelegt, dass unser Martin Antretter heuer in der Stichwahl zum Bürgermeister der zweitgrößten Stadt im Landkreis gewählt worden ist. Ich bin froh, dass du dich auch auf Kreisebene weiter einbringen wirst.“
Mit Marianne Schieder und dem stellvertretenden Landrat Peter Wein an der Spitze hatte die SPD-Kreistagsfraktion vor der Feierstunde die aktuelle Sonderausstellung „Stunde null – Neunburg 1945 | Hier. Damals. Wir.“ im Schwarzachtaler Heimatmuseum besichtigt. Museumsleiter Johannes Steidl nahm sich persönlich Zeit für die Führung und erläuterte eindrucksvoll und bewegend die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs und die unmittelbare Nachkriegszeit in Neunburg: die Verführung durch den Nationalsozialismus, eine KZ-Häftlingsjacke als eindrucksvolles Zeitzeugnis, Flucht und Vertreibung, die Besatzung und Befreiung durch die amerikanischen Truppen, die Kriegsgefangenschaft sowie die jüdische Community in Neunburg nach 1945.
Fazit von Marianne Schieder und Peter Wein: „Nie wieder ist jetzt! Angesichts nationalistischer und populistischer Aktivitäten in unserem Land können wir nur empfehlen, die Sonderausstellung im Schwarzachtaler Heimatmuseum zu besuchen. Sie schärft den Blick auf regionale Geschichte – und das Bewusstsein dafür, was die Folgen von Krieg und autoritären Staatsformen sind.“
