REGENSBURG/ROSENHEIM (sr). Ein Spiel, das Eishockey-Geschichte geschrieben hat: Im längsten Duell der DEL-2-Historie hat sich Zweitligist Eisbären Regensburg jetzt auswärts in der vierten Overtime den wichtigen zweiten Erfolg in der Play-off-Viertelfinalserie gegen die Starbulls Rosenheim gesichert. Nach 123 packenden und intensiven Minuten Eishockey mit sieben dramatischen Dritteln Spielzeit schoss Bryce Kindopp das erlösende und entscheidende Tor zum 6:5-Endstand

(0:2/3:1/2:2/0:0/0:0/0:0/1:0). Damit brachte er seine Oberpfälzer in der ersten Play-off-Runde („Best of Seven“) mit 2:1 nach Siegen in Front und vollendete, was sich im hochspannende Derby zuvor aufgebaut hatte. Denn nach dem ersten Drittel hatten die EBR noch mit 0:2 zurückgelegen – Maximilian Adam (6. Minute) und Teemu Pulkkinen (14. in Überzahl) hatten für das Heimteam getroffen. Zwar verkürzten die Gäste durch Donát Péter kurz nach Wiederbeginn auf 1:2 (22.). Doch kurz darauf war es abermals Pulkkinen, der einnetzte und mit dem 3:1 den alten Abstand wiederherstellte (25.). Mit einem Kraftakt kämpften sich die Domstädter aber noch im Mittelabschnitt zurück: Erst verkürzte Corey Trivino (29.), dann glich Kindopp gar aus (31.). Durch 22 unachtsame Sekunden im vermeintlichen Schlussdurchgang rückte ein Auswärtssieg der Rot-Weißen dann aber in weite Ferne: Erst schoss Ville Järveläinen platziert unter die Latte zum 4:3 für die Oberbayern (47.), dann komplettierte Pulkkinen seinen Hattrick mit dem 5:3 (48.).
Doch die Eisbären bäumten sich noch einmal auf – Samuel Payeur stellte mit seinem 4:5 den Anschluss wieder her (55.). Und 34 Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit, Regensburgs Keeper Jonas Neffin hatte seinen Platz schon für einen zusätzlichen Feldspieler geräumt, versenkte er einen Abpraller zum 5:5-Ausgleich im SBR-Tor (60.) und erzwang damit die Verlängerung. Trotz teils bester Chancen auf beiden Seiten blieben in dieser anschließend satte drei ganze Durchgänge torlos. In der 116. Minute glaubten dann viele der 4425 Fans im ausverkauften Rofa-Stadion an der Mangfall, die Entscheidung erlebt zu haben: Fabian Dietz hatte einen Distanzschuss der Hausherren zum vermeintlichen Sieg in die Maschen abgefälscht. Doch die Unparteiischen schritten zum Videobeweis und nahmen den Treffer nach intensivem Studium der Bilder aufgrund eines Hohen Stocks zurück. Nach Ext 122 Minuten und 35 Sekunden zappelte der Puck dann im Starbulls-Gehäuse – Kindopp, der nur ob der kurzfristigen Sperre von EBR-Angreifer David Morley ins Aufgebot gerückt war, hatte die Partie mit dem 6:5 für seine Farben, seinem zweiten Tor und dritten Scorerpunkt des Abends, beendet.
Am Mittwoch, 25. März, geht es bereits mit Spiel drei weiter: Ab 20 Uhr gastiert Rosenheim ab 20 Uhr zum vierten Duell ersten Play-off-Runde in der Donau-Arena. Letzte Tickets für das Regensburger Heimspiel gibt es unter www.ebr.live.
