TEUBLITZ (sr). In Teublitz bewerben sich mit dem amtierenden Bürgermeister Thomas Beer (CSU) und Markus Pretzl (Freie Wähler) zwei Kandidaten um das Bürgermeisteramt und damit um die Zukunft der Stadt. In unserem aktuellen LOKAL-Kurzinterview beantworten
beide dieselben acht Fragen – direkt, persönlich und auf den Punkt gebracht. Im Fokus stehen dabei zentrale Themen der kommenden Jahre: wirtschaftliche Entwicklung, stabile Finanzen, bezahlbarer Wohnraum, Energieprojekte und die weitere Stärkung von Lebensqualität und Naherholung. Die Antworten geben einen kompakten Einblick in die Ideen, Prioritäten und persönlichen Ansätze der beiden Bewerber.

LOKAL: Warum möchten Sie Bürgermeister bleiben/werden und was unterscheidet Sie von Ihrem Mitbewerber?
Thomas Beer: Ich will Teublitz weitere sechs Jahre entwickeln: zuhören, Argumente abwägen, kompromissbereit handeln. So entsteht nachhaltiger Fortschritt.
Markus Pretzl: Ich möchte Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt übernehmen und Teublitz mit Sachlichkeit, Bürgernähe und Transparenz weiterentwickeln. Ich stehe für unabhängige Entscheidungen, offenen Dialog und lösungsorientierte Politik ohne parteipolitische Scheuklappen.
LOKAL: Welches ist aktuell die größte Herausforderung in Ihrer Gemeinde und wie wollen Sie diese konkret anpacken?
Beer: Die größte Herausforderung sind zu geringe Einnahmen, vor allem bei der Gewerbesteuer. Ich arbeite an nachhaltigen Lösungen zur Stärkung des Standorts.
Pretzl: Die Balance zwischen Wachstum, soliden Finanzen, bezahlbarem Wohnen und hoher Lebensqualität ist aktuell die größte Herausforderung. Ich setze auf vorausschauende Planung, Fördermittel, klare Prioritäten und frühe Bürgerbeteiligung.
LOKAL: Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste soziale Aufgabe der kommenden Jahre?
Beer: Ein Teublitz, in dem man bis ins hohe Alter gut wohnen und leben kann. Wir haben Grundlagen gelegt, etwa mit dem Senioren-Servicehaus und der Tagespflege, und entwickeln diese Grundlagen weiter.
Pretzl: Bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Kinderbetreuung und gute Angebote für Senioren sind entscheidend für den Zusammenhalt. Mein Ziel ist es, dass alle Generationen gute Lebensbedingungen vorfinden.
LOKAL: Welche Klimaschutz- oder Energieprojekte wollen Sie konkret vorantreiben?
Beer: Der Fokus liegt weiterhin auf erneuerbaren Energien: PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, die Nutzung von Windenergie an geeigneten Standorten und den Ausbau von Batteriespeichern. Diesen erfolgreichen Weg setze ich fort.
Pretzl: Der Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, Energiesparmaßnahmen und die Prüfung von Nahwärmelösungen stehen im Fokus. Klimaschutz soll praktikabel und bezahlbar umgesetzt werden.
LOKAL: Welche Maßnahme würden Sie zuerst umsetzen, um die Gemeinde als Wirtschaftsstandort zu stärken?
Beer: Priorität haben Gewerbe- und Industrieflächen an der A93. Gleichzeitig treibe ich ein aktives Leerstandsmanagement zur Stärkung des Standorts voran.
Pretzl: Ich möchte bestehende Betriebe stärken, Genehmigungen beschleunigen und neue Flächen verantwortungsvoll entwickeln. Beim Gewerbegebiet an der A93 setze ich auf Bürgerbeteiligung sowie transparente Finanzierung und Erschließungskosten.
LOKAL: Welche Rolle soll der Tourismus künftig für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde spielen?
Beer: Tourismus ist bisher ein wenig genutztes Entwicklungsfeld: Natur und Naherholung bieten großes Potenzial, das wir gezielt für Familien besser nutzen wollen.
Pretzl: Sanfter und naturnaher Tourismus kann unsere Wirtschaft sinnvoll ergänzen. Radwege, Naherholung und regionale Angebote sollen nachhaltig weiterentwickelt werden.
LOKAL: Welchen Platz oder Ort in Ihrer Gemeinde mögen Sie besonders und warum?
Beer: Den neu gestalteten Stadtpark als ein Ort der Begegnung für alle Generationen, für Kultur und Freizeit im Herzen von Teublitz mag ich besonders – Geschichte und Gegenwart sind hier vereint. Und in Zukunft ist noch mehr Freizeitvergnügen in Aussicht!
Pretzl: Der Wald und die Natur rund um Katzdorf, weil sie Ruhe, Erholung und Heimatgefühl vermitteln. Dieser Bereich steht für Lebensqualität und nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt.
LOKAL: hr Leitspruch zur Kommunalwahl 2026?
Beer: „BEEReit für die Zukunft“ ist mein Leitspruch und meine Haltung. Heute die richtigen Entscheidungen für morgen treffen – dafür trete ich an und stehe ein.
Pretzl: Verantwortungsvoll handeln. Bürger einbinden. Zukunft gemeinsam gestalten.
