ZEITLARN (sr). Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 40 Grad wurde in Zeitlarn nicht nur über die Zukunft der bayerischen Wirtschaft gesprochen – sie wurde hautnah erlebt. Gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt stand der Wirtschaftsstandort Zeitlarn im Mittelpunkt.


Erste Bürgermeisterin Andrea Dobsch begrüßte die Gäste gemeinsam mit dem Zweiten Bürgermeister Thomas Klein sowie der Dritten Bürgermeisterin Dr. Catrin Nießen und stellte die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde vor. Ihr klares Ziel: Zeitlarn soll Gründerinnen und Gründern, innovativen Unternehmen und dem Mittelstand beste Voraussetzungen bieten.
„Wirtschaft entsteht dort, wo Ideen auf Unterstützung treffen. Genau das ist unser Anspruch in Zeitlarn. Wir wollen Unternehmen nicht nur ansiedeln, sondern sie langfristig begleiten und gemeinsam wachsen“, betonte Bürgermeisterin Andrea Dobsch.
Startup-Areal Zeitlarn – Gründerförderung mit kurzen Wegen
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs war das Startup-Areal Zeitlarn. Hier bietet die Gemeinde jungen Unternehmen, Entwicklern sowie Gründerinnen und Gründern moderne und kostengünstige Büro- und Arbeitsflächen. Gleichzeitig vermittelt die Gemeindeverwaltung Kontakte, unterstützt bei behördlichen Fragestellungen und vernetzt Unternehmen untereinander. Auch Kooperationen mit privaten Eigentümern im Business-Park ermöglichen weitere attraktive Standorte für wachsende Betriebe.
Die Philosophie dahinter ist einfach: Die Gemeinde versteht sich als Partner der Wirtschaft – von der ersten Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Unternehmen. Wer in Zeitlarn gründet, findet kurze Wege, persönliche Ansprechpartner und ein starkes Netzwerk. Ziel ist es, Unternehmen dauerhaft an den Standort zu binden und gemeinsam erfolgreich zu wachsen.
Übrigens: Im Startup-Areal Zeitlarn stehen aktuell noch freie Flächen für Gründerinnen, Gründer und innovative Unternehmen zur Verfügung.
Innovation aus Zeitlarn: X-Pferd macht die E-Rechnung einfach
Ein weiteres Highlight war die Vorstellung des jungen Unternehmens X-Pferd durch die Gründer Christopher Dobsch und Christian Ühlin. Mit der Einführung der verpflichtenden elektronischen Rechnung stehen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor neuen Anforderungen. Rechnungen müssen künftig in strukturierten, maschinenlesbaren Formaten erstellt und verarbeitet werden. Viele Betriebe sind auf diesen Wandel noch nicht ausreichend vorbereitet.
Genau hier setzt X-Pferd an. Die Software ermöglicht einen einfachen und kostengünstigen Einstieg in die E-Rechnung – ohne teure ERP-Systeme, langfristige Vertragsbindungen oder aufwändige Schulungen. Die Lösung wurde speziell für kleinere Betriebe und Handwerksunternehmen entwickelt.
„Unser Ziel war es von Anfang an, die E-Rechnung so einfach zu machen, dass jeder Betrieb sie ohne lange Schulungen oder teure Softwarelösungen nutzen kann. Digitalisierung muss den Menschen helfen – nicht sie zusätzlich belasten“, erklärte Christopher Dobsch.
„Viele Betriebe werden erst dann merken, dass sie handeln müssen, wenn der erste Kunde eine elektronische Rechnung verlangt. Wir möchten, dass Unternehmen dafür schon heute eine einfache und bezahlbare Lösung in der Schublade haben“, ergänzte Christian Ühlin.
Weitere Informationen zur Software finden Interessierte unter: www.x-pferd.de
Die Vertreter des Bayerischen Wirtschaftsministeriums zeigten sich von der Idee beeindruckt und diskutierten intensiv über die Chancen der Digitalisierung für kleine und mittelständische Unternehmen.
„Gerade solche praxisnahen Lösungen zeigen, wie Innovationskraft aus Bayern unsere Wirtschaft stärkt und den Mittelstand bei der digitalen Transformation unterstützt“, erklärte Staatssekretär Tobias Gotthardt.
Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte großes Interesse an der Entwicklung und würdigte insbesondere den praxisnahen Ansatz der Gründer sowie den Innovationsgeist am Wirtschaftsstandort Zeitlarn. “Es ist unser Anspruch – und der Erfolg unserer Gründungspolitik – dass Gründer überall in Bayern erfolgreich ein Unternehmen aufbauen können, nicht nur in den großen Städten. Möglich machen wir das unter anderem durch unsere 19 digitalen Gründerzentren an 30 Standorten in allen Regionen, starke Netzwerken und einem bayernweit zugänglichen Unterstützungs- und Beratungsangebot. Die Begeisterung, die junge Unternehmen ausstrahlen, zeigt, dass die Gründungsbegeisterung im Freistaat ungebrochen ist,“ so Aiwanger.
Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde
Den feierlichen Abschluss bildete der Eintrag von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in das Goldene Buch der Gemeinde Zeitlarn. Obwohl der Minister bereits mehrfach zu Gast in der Gemeinde war, war es sein erster offizieller Eintrag in das traditionsreiche Goldene Buch.
Im Anschluss bot sich noch Gelegenheit für einen kurzen Austausch mit Patrick Dorn, der bereits vor zwei Jahren als erster Unternehmer in das Startup-Areal einzog und von Zeitlarn aus inzwischen mehrfach erfolgreich Unternehmen gegründet hat. Ein gemeinsames Erinnerungsfoto rundete den Besuch ab.
Für Bürgermeisterin Andrea Dobsch ist dieser Besuch ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Zeitlarn. „Wir möchten zeigen, dass erfolgreiche Wirtschaft nicht nur in den großen Städten entsteht. Gerade Kommunen wie Zeitlarn können mit kurzen Entscheidungswegen, persönlicher Betreuung und einem starken Netzwerk ideale Bedingungen für Unternehmen schaffen. Darauf sind wir stolz. Der Besuch des Bayerischen Wirtschaftsministers und des Staatssekretärs bestätigt unseren Weg und motiviert uns, die Wirtschaftsförderung in Zeitlarn konsequent weiter auszubauen.“
Der Besuch machte eindrucksvoll deutlich: Zeitlarn entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Standort für Innovation, Unternehmertum und moderne Wirtschaft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Unternehmen und dem Freistaat Bayern soll diesen erfolgreichen Weg auch künftig fortsetzen – zum Nutzen der heimischen Wirtschaft, des Handwerks und der Bürgerinnen und Bürger.
