In den Gegenverkehr geraten

Polizeiinspektion Schwandorf – 18.6.2024 –

In den Gegenverkehr geraten …..

Foto: PI Schwandorf

Am Montag gegen 14.45 Uhr war in Schwandorf an der Schwefelquelle eine 34-jährige Jaguar-Fahrerin unterwegs. Dabei kam sie mit ihrem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und stieß einem entgegenkommenden Citroen zusammen, der von einer 69-jährigen Rentnerin gelenkt wurde. Durch den Zusammenstoß wurde der Citroen in die Schutzplanke gedrückt. Beide Frauen wurden leicht verletzt. Die Verursacherin wurde von Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Die verunfallten Fahrzeuge wurden abschleppt. Der Sachschaden ist insgesamt auf rund 10000 EURO zu beziffern.

„Automaler“ richten massiven Schaden an

Am Montag wurden bei der PI Schwandorf zwei Fälle von Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen zur Anzeige gebracht. Sogenannte „Automaler“ zerkratzten im Laufe der vergangenen Tage zwei Pkw, die in Schwandorf in der Karmelitenstraße bzw. in der Wackersdorfer Straße vor einem Sportheim abgestellt waren. An diesem Sportheim traf es einen Mercedes einer 52-jährigen Frau, der rundherum herzkratzt wurde. Die Gastronomin schätzt den Schaden auf rund 25000 EURO. Im zweiten Fall in der Karmelitenstraße wurde der Opel einer Schneiderin verkratzt. Hier wird der Schaden auf etewa 1200 EURO beziffert. Hinweise bitte an die PI Schwandorf, Tel. 09431/4301-0.

Kradfahrer bekifft

Am Montag gegen 07.40 Uhr wurde in Wackersdorf in der Hauptstraße der Lenker einer Yamaha einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei stellten die Beamten bei dem 16-jährigen Schüler drogentypische Ausfallerscheinungen fest. Auf Vorhalt räumte der Bursche ein, am Vortrag Marihuana geraucht zu haben. Daher wurde die Weiterfahrt unterbunden, einen Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und eine Blutentnahme im Krankenhaus veranlaßt. Im Rahmen des Ordnungswidrigkeitenverfahrens erwartet den jungen Mann ein Fahrverbot und ein empfindliches Bußgeld.

Lkw fährt gegen Tor

Am Montag gegen 13.15 Uhr beobachtete ein aufmerksamer Nachbar, wie in Schwandorf in der Sommerstraße der Fahrer eines Lkws beim Rangieren gegen Garagentor stieß. Der Fahrer kümmerte sich jedoch nicht um den Schaden, sondern fuhr einfach weiter. Dank der Beobachtung des Nachbarn war das Kennzeichen bekannt, weshalb der Fahrer des Lkws, Halter ist eine Firma aus dem Landkreis Regensburg, zu ermitteln sein wird. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Der Schaden an den Tor wird auf rund 500 EURO geschätzt.

Brucker fällt auf Erpressungsmasche herein

Am Montag gegen 23.00 Uhr saß ein 23-jähriger Brucker in der Badewanne und scrollte dabei durch Facebook und Instagram. Dabei stieß er auf eine attraktive Frau mit vermeintlich dringendem sexuellen Interesse. Im Laufe des Chats entwickelte sich ein Flirt, die Kommunikation wechselte auf Telegram. Dort startete der 23-jährige einen Videoanruf, bei dem er sich nackt zeigte. Das war ein Fehler, wie sich wenig später herausstellte. Die vermeintliche Liebschaft nahm den Videochat auf und erpresste den Mann dann damit. Sie forderte, 1800 EURO auf ein italienisches Konto zu überweisen, ansonsten würde sie das Video an Freunde und Familie des Bruckers weiterleiten. Der Paketzusteller überwies zum Glück nicht. Bei der Tat handelt es sich um die Sextoriton genannte Masche. Die Täter sitzen hier in der Regel in der Elfenbeinküste. Ermittlungen wegen Erpressung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen wurden aufgenommen.

Ermittlungserfolg zu den Ortstafeldiebstählen in Büchelkühn

Drei Einheimische sind zum Teil tatverdächtig

Lange wurde gemutmaßt, dass unbekannte Fans eines bekannten Rappers in der Silvesternacht alle fünf Ortstafeln „Büchelkühn“ entwendeten.
Aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung gerieten allerdings drei hiesige Männer im Alter von 29, 34 und 35 Jahren in das Visier der Ermittler.
Nach enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Amberg wurden bereits am 29.05.2024 mehrere Wohnungen und weitere Aufenthaltsorte der verdächtigen Männer in Büchelkühn und Umgebung durchsucht. Die Ortstafeln blieben jedoch weiterhin verschwunden. Eine Auswertung der sichergestellten Beweismittel erhärtete dennoch den Verdacht gegen die Männer. Zu den Beweggründen für ihr Handeln schweigen die tatverdächtigen Einheimischen. Ob sie für die Diebstähle der anderen Ortstafeln in Betracht kommen, wird erst nach Auswertung der Spurensicherung festgestellt werden können. Der Gesamtschaden durch alle entwendeten oder beschädigten Ortstafeln beläuft sich seit November 2023 auf gegenwärtig ca. 10.500 Euro. Somit liegt hier kein Kavaliersdelikt mehr vor. Die drei Männer erwarten nun mehrere Anzeigen. U.a. wegen Bandendiebstahl und Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Es kann von Glück oder auch von Umsicht gesprochen werden, dass es in der Folgezeit nicht zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen aufgrund der fehlenden Ortstafeln und der damit einhergehenden Nichterkennbarkeit der Geschwindigkeitsreduzierung gekommen ist.