Lovescamming – 73-Jährige um mittleren fünfstelligen Betrag betrogen

31.8.2026 – PI REGENSTAUF …

NÖRDLICHER LKR. REGENSBURG. Eine 73-jährige Frau aus dem nördlichen Landkreis Regensburg ist Opfer eines sogenannten „Lovescamming“-Betrugs geworden. Die Frau lernte über eine Dating-Plattform einen Mann kennen, der sich als Arzt ausgab. Im weiteren Verlauf verlagerte sich die Kommunikation auf einen Messenger-Dienst.

Der bislang unbekannte Täter baute über einige Zeit ein Vertrauensverhältnis zu der 73-Jährigen auf. Im weiteren Verlauf täuschte der vermeintliche Arzt eine persönliche Notlage vor und bat die Frau um finanzielle Unterstützung. In dem Glauben, dem Mann helfen zu können, überwies die Geschädigte innerhalb des vergangenen Monats mehrfach Geld auf verschiedene Konten im Ausland.
Hierdurch entstand der 73-Jährigen ein Vermögensschaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich auf die Gefahren des sogenannten Lovescammings hin. Dabei bauen Betrüger über Dating-Plattformen oder soziale Netzwerke gezielt emotionale Beziehungen zu ihren Opfern auf. Unter verschiedensten Vorwänden – etwa einer angeblichen Notlage, Krankheit, Reiseproblemen oder finanziellen Schwierigkeiten – werden anschließend Geldzahlungen gefordert.

Die Polizei gibt folgende Tipps:

• Seien Sie misstrauisch, wenn eine Internetbekanntschaft bereits nach kurzer Zeit um Geld oder finanzielle Unterstützung bittet.
• Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie ausschließlich aus dem Internet kennen.
• Lassen Sie sich nicht durch emotionale Geschichten oder vermeintliche Notlagen unter Druck setzen.
• Bleiben Sie skeptisch, wenn Ihr Kontakt einen persönlichen Besuch immer wieder absagt oder hierfür neue Gründe nennt.
• Überprüfen Sie Bilder und Angaben der Person. Häufig verwenden Täter fremde Fotos und erfundene Identitäten.
• Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder Freunden über eine neue Internetbekanntschaft und holen Sie sich eine zweite Meinung ein.
• Brechen Sie den Kontakt ab, wenn Sie Zweifel haben, und sichern Sie Chatverläufe, Bilder, E-Mails sowie Zahlungsbelege als mögliche Beweismittel.
• Wenn Sie bereits Geld überwiesen haben, informieren Sie unverzüglich Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Je schneller reagiert wird, desto größer kann die Chance sein, eine Zahlung noch zu stoppen.