VHS-Vortrag: Die „Tafel“ – und warum sie (leider) wichtig ist


Datum/Zeit
10.10.2020 - 15:00 Uhr

Veranstaltungsort
Mehrgenerationenhaus


STÄDTEDREIECK (sr). Deutschland ist ein reiches Land. Und darin wohnen auch arme Menschen. Arm können sie aus vielerlei Gründen sein, und gerade deswegen sind gute Tipps nicht zielführend.

Deutschland ist so ein reiches Land, dass es sogar Nahrungsmittel (und viele andere Dinge) wegwerfen kann. Nein, nicht „entsorgen“ – richtig wegwerfen, in den Staub und Dreck.
An dieser Stelle setzen die „Tafeln“ an; sie retten Lebensmittel dort, wo sie nicht mehr verkauft werden „können“, und geben sie denen, die sie sich nicht mehr kaufen können. Die gemeinnützigen Tafeln schaffen den Ausgleich, indem sie überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel sammeln und diese an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen verteilen.

Mehr als 60.000 Engagierte in Deutschland bilden so eine schnelle und unbürokratische Hilfe und stehen für Solidarität und Mitmenschlichkeit. Was die „Tafel“ leisten kann und will, darüber informiert ein Vorstandsmitglied der Tafel Bayreuth e.V.
Peter Zilles erläutert am Samstag, 10. Oktober um 15 Uhr, das Konzept, das hinter der Arbeit der Tafeln steckt , wem geholfen werden soll und wie geholfen werden kann. Anmeldung erforderlich!

Diese Zusammenarbeit der VHS im Städtedreieck mit der Tafel Schwandorf und der caritas findet im Mehrgenerationenhaus Maxhütte-Haidhof, Regensburger Str. 20 statt. Präsentiert wird danach auch ein Projekt zu Nachhaltigkeit und Interkulturalität, das gerade in der Mittelschule Maxhütte-Haidhof anläuft.

Lebensmittel sind eben zu schade für die Tonne. An einem Nachmittag können Kinder mit ihren Eltern die früher mühevolle Kartoffelernte am eigenen Leibe erfahren, an einem anderen Termin sind Kinder unterwegs, um die Tafel in Maxhütte zu besuchen und zu sehen, was verwertbar ist.

„Resteküche“ klingt zwar wenig attraktiv – ist aber der erste Schritt hin zu verantwortungsvollem Einkauf und Kochen, denn wie oft bleiben eine Handvoll Reis und eine Karotte übrig, oder ein Rest Kartoffelbrei. In diesem Zusammenhang bittet die VHS im Städtedreieck um die Ideen der findigen Hausfrauen, aus kleinen Mengen von „irgendwas“ eine vollwertige Mahlzeit zu kochen. Kontakt entweder über schmuck@vhs-staedtedreieck.de oder Zettel in den Briefkästen Regensburger Straße 20 bzw. Bahnhofstr. 44 in Maxhütte. Im Rahmen einer Ausstellung im Mehrgenerationenhaus sollen die Veranstaltungen und Ergebnisse präsentiert werden, die VHS bittet daher um Namen und Telefonnummer der Köchinnen und Köche.

Vortrag von Peter Zilles am 10.10.20, 15 Uhr, im MGH Maxhütte. Im Saal wird auch die wachsende Präsentation der Ideen und Umsetzungen des Projekts zum Thema „Ver(sch)wendung“ gezeigt.

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