ATSV Kallmünz engagiert sich beim Thema Nachhaltigkeit

KALLMÜNZ (sr). „Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und auch bei uns im Verein künftig das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in den Fokus rücken“, meint ATSV-Vorsitzender Karim Schneider.

Die Vorstandschaft des ATSV Kallmünz: Karim Schneider, Tobias Schlehuber, Franziska Bayerl, Martin Schmid und Max Gerber. Foto: Ludwig Schmid

Dass die Themen Umwelt- und Naturschutz für den Verein keine leeren Worthülsen sind, zeigt sich darin, dass die Mitgliederversammlung im Frühjahr 2022 eine Satzungsneufassung beschlossen hat, in der diese Themen explizit manifestiert wurden. Vorstandschaftsmitglied Martin Schmid, der die Satzung federführend überarbeitet hat, zeigt sich zufrieden: „Wir konnten im ersten Halbjahr 2022 bereits mehrere Projekte umsetzen“.

Beispielhaft sei der im Juli stattgefundene Parkours-Lauf für Kita- und Kindergartenkinder genannt. Diese Veranstaltung wurde von der Vereinsjugend selbständig geplant und durchgeführt. Der Erlös ging an die Ukraine-Hilfe. Darüber hinaus informierten die Kinder und Jugendlichen die BesucherInnen in einem Rahmenprogramm über verschiedene Aspekte zum Thema Nachhaltigkeit. Indem fair gehandelte Produkte zum Verkauf angeboten wurden, leistete der ATSV so einen Beitrag zur Bewerbung des Marktes Kallmünz als Fairtrade-Town.

Darüber hinaus hat der Verein bauliche Veränderungen vorgenommen. Nach einer zweijährigen Planungsphase konnte im Juni eine neue Flutlichtanlage mit LED-Technik am Sportgelände installiert werden. „Die neue Beleuchtung ist über eine App steuerbar und sogar dimmbar“, erklärt 3. Vorsitzender Tobias Schlehuber.

„Rund 40 Prozent weniger Energiekosten werden künftig für uns anfallen, somit hat sich die Umrüstung bald amortisiert“, ergänzt Max Gerber, der für die Finanzen beim ATSV zuständig ist. Gefördert wurde dieses Projekt mit verschiedenen Zuschüssen. Der Bund übernahm im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) 35 Prozent und der Bayerische Landessportverband 40 Prozent der anfallenden Kosten. 2. Vorsitzende Franziska Bayerl: „Unser Dank gilt den Zuschussgebern und besonders auch unseren Mitgliedern, die sich immer wieder aufs Neue bei den Projekten miteinbringen. Das macht uns als Vorstandschaft schon wirklich stolz“.

Wirft man einen Blick in die von Martin Schmid erstellte Festschrift zum 100-jährigen Gründungsjubiläum 2019, so erfährt man, dass der Verein schon sehr früh eine Vorreiterrolle in Punkto Nachhaltigkeit im Landkreis Regensburg innehatte. Bereits 2001 investierte man mit großem finanziellen Aufwand in Sonnenkollektoren am Sportheim, um das Brauchwasser künftig über die Sonne zu erwärmen. 2006 wurde zudem auf dem Dach des Sportheims eine Solaranlage zur Stromgewinnung installiert.