KI-Regionalzentrum zündet Turbo für die Wirtschaft

REGENSBURG (sr). Mit dem Wissenstransferprojekt KI-Transfer Plus begleitet die OTH Regensburg kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrem Einstieg in die Künstliche Intelligenz (KI). Digitalminister Dr. Fabian Mehring machte sich selbst ein Bild davon, wie hier Wissenschaft und Wirtschaft Schlüsseltechnologien aktiv in die Praxis bringen.

Prof. Dr. Ralph Schneider (links), Präsident der OTH Regensburg, begrüßte Digitalminister Dr. Fabian Mehring (Mitte) an der OTH Regensburg. Prof. Dr. Wolfgang Maurer (rechts), Vorsitzender Direktor des RCAI, überreichte dem Minister als Gastgeschenk eine Quantenuhr. Foto: OTH Regensburg/Simone Grebler

Bereits das dritte Jahr in Folge unterstützen das Team um Prof. Dr. Wolfgang Mauerer, Vorsitzender Direktor des Regensburg Center for Artificial Intelligence (RCAI) sowie die Initiative appliedAI Unternehmen auf ihrem Weg zum erfolgreichen KI-Anwender und unterstützen sie durch maßgeschneiderte Schulungen und Workshops. Das RCAI und appliedAI stehen diesen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite, sowohl auf strategischer als auch auf technischer Ebene.

Prof. Dr. Ralph Schneider, Präsident der OTH Regensburg, betonte die hohe Bedeutung des Projekts, welches sinnbildlich für die Industrienähe der Technischen Hochschule steht: „KI-Transfer Plus ist ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die OTH Regensburg hat in diesem Projekt die HUB-Funktion für die Oberpfalz übernommen.“

„Premiumstandort für Zukunftstechnologien“

Der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring zeigte sich bei seinem Besuch begeistert von dem Projekt, das die Region einen großen Schritt nach vorne bringt. „Unsere exzellenten Hochschulen und Universitäten zusammen mit der Hightech Agenda verschaffen Bayern globale Aufmerksamkeit als Premiumstandort für Zukunftstechnologien. Mit dem KI-Regionalzentrum in Regensburg, das wir im Rahmen des Programms KI-Transfer Plus etabliert haben, bringen wir die Chancen von KI in den oberpfälzischen Mittelstand und zünden so den Turbo für die bayerische Wirtschaft“, sagte Digitalminister Dr. Fabian Mehring.

Mit seiner Rede motivierte er Wissenschaft, Industrie und Verwaltung gleichermaßen zu mehr „bayerischem Mut“, um bürokratische Hürden und Sorgen zu überwinden und stattdessen neue Schlüsseltechnologien zu forcieren und aktiv in den Praxiseinsatz zu bringen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bereits mit fünf Unternehmen, darunter die emz Hanauer GmbH & Co. KGaA, FIT AG, Gebrüder Dorfner GmbH & Co Kaolin- und Kristallquarzsand-Werke KG, Horsch Maschinen GmbH sowie die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, konzipierte, erforschte und entwickelte das Team von Prof. Mauerer innovative und maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Problemstellungen der Unternehmen.

Läpple und OmniCert beginnen ihre Reise mit KI-Transfer Plus

Dieses Jahr beginnen zwei Unternehmen ihre Reise: die Läpple Automotive GmbH und die OmniCert Umweltgutachter GmbH. Ihre innovativen Ansätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz stellten sie im Rahmen eines Rundgangs an ihren Ständen vor.
Bei der Läpple Automotive GmbH soll KI zum automatisierten Abgleich kundenspezifischer Anforderungen, der Personaleinsatzplanung sowie für das Datenmanagement zum Einsatz kommen. Die OmniCert Umweltgutachter GmbH beschäftigt mit dem großen Themenkomplex des intelligenten Dokumentenmanagements.

Für das Projekt KI-Transfer Plus stellt das Digitalministerium rund neun Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2025 sollen rund 100 kleine und mittlere Unternehmen gefördert werden. Zentrale Anlaufstellen für die Wirtschaft sind die acht über ganz Bayern verteilten KI-Regionalzentren. Am RCAI der OTH Regensburg sind inzwischen 36 Professoren beteiligt, die an mehr als 49 KI-Projekten in unterschiedlichsten Domänen arbeiten (z.B. Umwelt, Energie, Gebäude und Infrastruktur, Produktion oder Medizin und Pflege).